Studiengang „Islam in der Sozialarbeit“ startet in Münster

Die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen fördert das Programm – Soziale Arbeit in muslimischen Gemeinden stärken

Am Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster (ZIT) läuft heute (18. Februar 2022) das neue Studienprogramm „Islam in der Sozialarbeit“ an. Das berufsbegleitende Studium bietet Imamen und anderen in den Gemeinden engagierte Menschen die Möglichkeit, ihre immer stärker geforderten Fähigkeiten in der Sozialen Arbeit auszubauen und zu professionalisieren.

Am Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster (ZIT) läuft heute (18. Februar 2022) das neue Studienprogramm „Islam in der Sozialarbeit“ an. Das berufsbegleitende Studium bietet Imamen und anderen in den Gemeinden engagierte Menschen die Möglichkeit, ihre immer stärker geforderten Fähigkeiten in der Sozialen Arbeit auszubauen und zu professionalisieren. Diese Kompetenzen können bei zunehmenden Aufgaben beispielsweise in der Jugendarbeit helfen. Das auf neun Monate ausgelegte Programm hat 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (18 Männer und sieben Frauen vorwiegend aus Nordrhein-Westfalen). Das Projekt wurde von der WWU Weiterbildung GmbH beantragt und wird von der im Ministerium für Kultur und Wissenschaft angesiedelten Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen und dem Bundesministerium des Innern und für Heimat mit je rund 50.000 Euro finanziert.

Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft, sagt: „Mit dem neuen Studienprogramm am Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster ermöglichen wir die Professionalisierung der Sozialarbeit in muslimischen Gemeinden und Einrichtungen. Die Weiterbildungschance ist gerade wegen des wachsenden Bedarfs an Sozialer Arbeit außerordentlich wichtig. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vertiefen und erweitern ihre Kompetenzen beispielsweise in der Jugendarbeit, wodurch sie sich und den Menschen in ihren Gemeinden neue Perspektiven eröffnen können.“

„Das große Interesse der Imame und Sozialarbeiterinnen, die sich zur Teilnahme am Zertifikatsstudienprogramm beworben haben, hat uns gefreut. Wir erhielten innerhalb weniger Tage 40 Bewerbungen aus mehreren Bundesländern – darunter einige Frauen, die in der Sozialarbeit tätig sind. Es ist unser Ziel, dass aus diesem Zertifikatsstudienprogramm eine Dauerstruktur an der Universität Münster geschaffen wird, die für die Professionalisierung der Sozialarbeit in den Moscheegemeinden und darüber hinaus sorgen wird“, sagt der Leiter des Zentrums für Islamische Theologie der WWU Münster, Prof. Mouhanad Khorchide.

Das für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlose Angebot richtet sich vor allem an bereits praktizierende Imame und Seelsorgerinnen und Seelsorger in muslimischen Gemeinden sowie an Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, die in einem muslimisch geprägten Umfeld tätig sind. Das Programm umfasst sechs Module. Inhalte sind unter anderem die Lebenswelten von Muslimen und Musliminnen in Deutschland, Handlungsfelder der Sozialen Arbeit, Jugendarbeit sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen im Spannungsfeld Islam und Gesellschaft. In einer Abschlussarbeit erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, für eine spezielle Fragestellung aus ihrem beruflichen Umfeld auf Basis wissenschaftlicher Literatur eine Problemlösung zu erarbeiten.

Weitere Informationen zu dem Programm finden Sie hier.

Quelle: Land NRW

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