Freitags-Predigt vom 17.02.2017

Auf zum Gebet! Komm nicht zu spät, komm als Jugendlicher!

Verehrte Gläubige, liebe Jugendliche!
Das Leben ist das größte Geschenk an die Menschen. Die ergiebigsten Jahre des Lebens sind die Jahre der Jugend. So wie es uns wichtig ist, die Periode der Jugend für das normale Leben gut zu verwerten, ist auch die Jugend für das Glück im Jenseits ausschlaggebend. Hierzu ist es besonders wichtig, unsere Aufgaben gegenüber Allah zu erfüllen und im Besonderen die Gebete zu verrichten.

Der Prophet zählte die Jugendlichen, die ihre Gottesdienste verrichten, zu denjenigen ,die am jüngsten Tag unter dem Schatten des Thrones Allahs verweilen dürfen.1 Diese Aufzählung weist auf den Wert des Gottesdienstes (ibada) und seine Bedeutung in der Jugend hin.

Schauen wir uns den edlen Koran an, stellen wir fest, dass die Gebete und Forderungen der Propheten auch das Gebet in jungen Jahren hervorheben. Luqman (s) sagte: „O mein lieber Sohn, verrichte das Gebet.”2 Abraham sagte: „Mein Herr, mach, dass ich das Gebet verrichte, (mit mir) auch die aus meiner Nachkommenschaft.”3 Zakariya sagte: „Mein Herr, schenke mir von Dir aus gute Nachkommenschaft!”4

Geehrte Gläubige, liebe Jugendliche!
Das Gebet ist einer der fünf Grundpflichten unserer Religion, des Islams. Junge und alte Menschen, Frauen und Männer, alle Muslime sind verpflichtet, das Gebet zu verrichten.

Denn das Gebet ist nach der Überlieferung unseres Propheten (s) der Kern des Islam: „Der Anfang der Religion ist Islam und das Gebet ihre Säule.“5 Es ist der Schlüssel zum Paradies.

Meine geehrten Geschwister, liebe Jugendliche!
Das Gebet hat sehr viele Vorzüge. Allen voran drückt das Gebet unseren Respekt, unsere Hingabe, unser Gehorsam und unsere Dankbarkeit gegenüber Allah aus. Das Gebet ist ein Zeichen des Muslimseins. Das Gebet bringt den Menschen Allah näher. Es entwickelt ein Verantwortungs-bewusstsein. Das Gebet schützt vor Faulheit und verhilft zur Disziplin. Das Gebet hält uns gegen die Täuschungen des Teufels und unseres Egos wach. Es schützt vor Sünde und Boshaftigkeiten. Das Gebet in Gemeinschaft entwickelt zudem den Geist der Einheit, Eintracht und Geschwisterlichkeit.

Werte Gläubige und liebe Jugendliche!
So wie es nicht richtig ist, die Arbeit von heute auf morgen zu vertagen, ist es auch nicht richtig, unsere Gottesdienste, die wir Allah schuldig sind,zu vertagen indem wir sagen: „ich bin noch jung, ich werde beten wenn ich älter bin.“

Jedes Lebensalter hat eine besondere und eigene Schönheit und eine besondere Verantwortlichkeit. Das Leben ist ein uns anvertrautes Gut und Vermögen. Tage, Wochen, Monate und Jahre vergehen im Handumdrehen. Wir können weder wissen, noch bestimmen, wie lange wir leben werden. Unsere Aufgabe ist es, den heutigen Tag zu nutzen, unser Leben mit dem Gebet zu segnen und von der spirituellen Atmosphäre in den Moscheen zu profitieren.

O Allah! Lass uns den Gottesdienst verinnerlichen. Lass uns und unsere Familienangehörigen von denen sein, die das Gebet angemessen verrichten.

„O unser Herr! Mache uns Dir ergeben und aus unserer Nachkommenschaft eine Gemeinde Gottergebener. Und zeige uns unsere Riten und kehre Dich uns zu und nimm unsere Reue an.”6

O Allah! Lass unsere Gebete Anlass dafür sein, von jeglichem Bösen und allen Sünden gereinigt zu werden! Amin

Die DITIB-Predigtkomission

1 Al-Bukhari, Adhan, 36
2 Koran, Luqman, 31/17
3 Koran, Ibrahim, 14/40
4 Koran, Al-i Imran, 3/38
5 at-Tirmidhi, Iman, 8; Ibn Hanbel, V, 231
6 Koran, al-Baqara, 2/128

Quelle: DITIB Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.,  www.ditib.de

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