Freitags-Predigt vom 17.06.2016

Bild: ctkirklees@stock.xchng

Zusammentreffen mit dem Koran

Verehrte Gläubige!

Im rezitierten gnadenreichen Vers gebietet der erhabene Allah: “Gewiß, diejenigen, die Allahs Buch verlesen, das Gebet verrichten und von dem, womit Wir sie versorgt haben, heimlich und öffentlich ausgeben, hoffen auf einen Handel, der nicht zu Fall kommen wird.”1

Der gnadenreiche Koran, der Heilung für unsere Herzen und Heilmittel für unsere Sorgen ist, ist ein Buch mit Weisheit, das den Zweck unserer Erschaffung erklärt. Der Koran ist der Schlüssel für den Gottesdienst, für die Errettung und für das undendliche Glück. Aus diesem Grund sollte das Erlernen, das Rezitieren, das Verstehen und die Umsetzung des Koran unser Eifer, seine Verheißungen zu erlangen unser Ziel sein.

Meine werten Geschwister!

Der Fastenmonat Ramadan ist zugleich auch der “Monat des Koran”. Denn die Offenbarung des gnadenreichen Koran an den Propheten (s) als letzte Botschaft Allahs an die Menschen begann in diesem Monat. Am meisten rezitierten der Prophet (s) und seine Gefährten den Koran in diesem Monat, am meisten ließen sie die Großzügigkeit in diesem Monat walten und am meisten verrichteten sie den Gottesdienst in diesem Monat.

Aus diesem Grund sollte der Ramadan der Monat der Vereinigung mit dem Koran sein. Der Koran sollte nicht nur in unserer Hand und in unseren Zungen sein, sondern vielmehr in unserem Herzen und in unserem Verstand und am wichtigsten von allen sollte der Koran in unserem Leben sein.

Geehrte Gläubige!

Lassen sie uns den Koranrezitationen (tilawa) folgend die Tradition der Muqabala fortführen. Wenn wir nicht rezitieren können, lassen sie uns dem zuhören. Lassen sie uns außerdem auch die Bedeutung lesen und versuchen, es zu verstehen. Lassen sie uns im Monat des Koran mit dem Koran zusammenwachsen. Lassen sie uns in diesem Monat des Ramadan unsere Häuser mit der Koranrezitation aufleben lassen, wie wir dies im Falle unserer Moscheen auch tun.

Wir sollten den gnadenreichen Koran lernen und umsetzen, der uns den rechten Weg zeigt, unsere Herzen aus der Sorglosigkeit auferweckt, die Nacht der Bestimmung segnet und den Monat Ramadan beehrt. Wir sollten seine Gebote und Verbote, Mahnungen und Empfehlungen richtig und aufrichtig umsetzen. Nur dann werden wir unseren Verantwortungen gegenüber dem Koran gerecht werden.

Lassen sie uns nicht vergessen, dass das Fernbleiben vom Koran uns so wie ein verfallenes Haus von dem spirituellen Leben entfernen lassen wird.

Meine geehrten Geschwister!

Lassen sie uns den Koran als unseren Leitfaden für unser Leben bei der Erziehung unserer Kinder nicht außer Acht lassen.

Lassen sie uns deshalb unsere Kinder die Korankurse und die Kurse für grundlegende Religionserziehung in unseren Moscheen und Vereinen in Deutschland besuchen. Lassen sie uns unsere Kinder mit unserem erhabenen Buch Koran zusammentreffen, dessen erstes Gebot “lies!” ist.

Lassen sie uns folglich diesen gesegneten Ramadan als eine große Beute und Gelegenheit mit unserer ganzen Familie wahrnehmen und die mit dem Koran geknüpfte Verbindung zu einem Anlass des Zusammentreffens mit unserem erhabenen Buch werden, der nicht wieder abgebrochen wird.

So möge der Leitfaden unserer Worte, unserer Entscheidungen und unseres Maßstabes der Koran sein.

Meine Predigt möchte ich mit einem Hadis unseres geliebten Propheten (s) beenden: “Der Beste von euch ist derjenige, der den gnadenreichen Koran lernt und lehrt.”2

Emre Şahin
Religionsbeauftragter DITIB Radolfzell Moschee

1 Koran, al-Fatır, 35/29
2 al-Bukhari, Fedailu’l-Koran 21

Quelle: DITIB Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.,  www.ditib.de

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