Ayasofya Moschee feierte mit Flüchtlingen

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Mit über 100 Flüchtlingen feierten die Muslime der Ayasofya Moschee in Katernberg am gestrigen Sonntag das Opferfest. Es gehört zu den wichtigsten religiösen Festlichkeiten im islamischen Jahreskreis. Imam Halit Pismek und seine Gemeinde begehen das Opferfest in jedem Jahr. Zum ersten Mal luden sie diesmal auch ausdrücklich Flüchtlinge ein und bekamen Unterstützung von den christlichen Gemeinden in Katernberg.

„Wir wollten den muslimischen Flüchtlingen unsere Moschee präsentieren, für den religiösen Bedarf. Aber die Einladung galt allen Flüchtlingen, auch Nicht-Muslimen“, erklärt Imam Pismek. „Wir wollten unser Gesicht zeigen. Wir sind da und wir sind offen.“

Das viertägige Opferfest, zu dem rituell Tiere geschlachtet werden, erinnert die Muslime an Ibrahim (Abraham), der bereit war, seinen Sohn zu opfern, um Gott seinen Glauben zu beweisen. Die Ayasofya Moschee-Gemeinde teilte mit den Flüchtlingen das Opferfleisch, türkische Gerichte und selbstgebackene Kuchen. Für die Kinder gab es ein vielfältiges Spiele-Programm mit Hüpfburg und Kinderschminken.

„Die Idee, mit Flüchtlingen aus der Umgebung zu feiern, hatten unsere Frauen“, sagt Imam Pismek. Unter dem Motto „Familien treffen Familien“ wurde so das Opferfest in diesem Jahr zu einem außergewöhnlichen Willkommensfest.

Bilder: Halit Pismek/privat

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