Muslime in Deutschland 2016

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Bild: KIM-E

In der Studie „Muslimisches Leben in Deutschland 2016“ (MLD 2016) werden 2.000 Muslime aus sechs Herkunftsregionen zu Ihrer religiösen Praxis sowie Aspekten der Integration befragt. Zusätzlich untersucht die Studie den Bedarf und das Interesse an Angeboten der islamischen Wohlfahrtspflege und liefert neue Erkenntnisse zur Lebenssituation von Muslimen in Deutschland.

Mit der im Juni 2009 veröffentlichten Studie „Muslimisches Leben in Deutschland“ (MLD 2008), welche das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz (DIK) durchführte, wurde erstmalig eine repräsentative Studie über die muslimische Bevölkerung Deutschlands aus 49 Herkunftsländern vorgelegt. Durch die telefonische Befragung von 6.000 Personen, die entweder selbst oder deren Angehörige aus einem muslimisch geprägten Herkunftsland stammen, wurde eine fundierte Datenbasis über die muslimische Bevölkerung geschaffen. Dabei verfolgte die Studie das Ziel, die Zahl der in Deutschland lebenden Muslime sowie die Anteile an den verschiedenen islamischen Glaubensrichtungen zu schätzen und belastbare Informationen über die religiöse Praxis von Muslimen in Deutschland sowie Erkenntnisse zu Aspekten ihrer Integration zu gewinnen.

Nachfolgestudie zu MLD 2008

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wurde vom Bundesministerium des Innern (BMI) beauftragt, im Rahmen der DIK-Begleitforschung eine Nachfolgestudie zu „MLD 2008“ durchzuführen. Um ein aktuelles Bild der Lebenssituation von Musliminnen und Muslimen in Deutschland zu erhalten und die Vergleichbarkeit zur ersten Studie zu gewährleisten, sollen erneut die Religiosität von Muslimen, Aspekte ihrer Integration und die Repräsentanz der muslimischen Verbände im Fokus stehen.

In Anlehnung an die aktuellen Schwerpunkte der Islamkonferenz untersucht die Neuauflage „Muslimisches Leben in Deutschland 2016“ (MLD 2016) zusätzlich den Bedarf und das Interesse an Angeboten im Bereich der islamischen Wohlfahrtspflege. Ein besonderes Augenmerk gilt der Erhebung von Informationen zu Kinder- und Jugendhilfe sowie der Altenpflege. Verschiedene Studien konnten aufzeigen, dass Muslime medizinisch-pflegerische Leistungen nur in geringem Maße in Anspruch nehmen und Kinder mit Migrationshintergrund in Kindertagesstätten unterrepräsentiert sind. Neben dem Ziel, ein aktuelles Bild der Lebenssituation von Muslimen in Deutschland zu erhalten soll „MLD 2016“ daher die Erwartungen von Muslimen an diese Angebote darstellen und individuelle Kriterien, welche ihre Inanspruchnahme beeinflussen, untersuchen.

In der Studie „MLD 2016“ werden Muslime aus den Herkunftsregionen Türkei, Südosteuropa, Naher Osten, Iran, Nordafrika und Süd-/Südostasien auf Basis eines standardisierten Fragebogens telefonisch interviewt. Insgesamt sollen 2.000 Personen befragt werden.

Weitere Informationen zur Studie „Muslimisches Leben in Deutschland 2016“ finden Sie hier.

Unter diesem Link kann auch der Datensatz zu „Muslimisches Leben in Deutschland“ (MLD 2008) direkt bei GESIS im Datenarchiv für Sozialwissenschaften unter der Nummer ZA5244 mit der Zugangskategorie C für eigene Analysen bestellt werden.

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, www.bamf.de // Originaltitel des Artikels: Muslimisches Leben in Deutschland 2016

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